Lebenslagen

Von A bis Z

Vom Bauantrag bis zum Richtfest

Es gibt folgende Verfahren:

  • das umfassende Baugenehmigungsverfahren: Sie beantragen eine Baugenehmigung und die Baubehörde prüft sie umfassend.
  • das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren: Sie beantragen eine Baugenehmigung und die Baubehörde prüft nur bestimmte Punkte davon.
  • das Kenntnisgabeverfahren: Sie informieren die Behörde umfassend. Das reicht aus. Die Behörde wird nicht weiter tätig.
  • verfahrensfreie Bauvorhaben: Sie müssen keine Baubehörde informieren, die Behörde prüft vor Ihrem Vorhaben nichts.

Jedes Verfahren ist für bestimmte Gebäudearten vorgesehen. Manchmal sind auch bestimmte Merkmale relevant, z.B. eine bestimme Gebäudehöhe.

Bei bestimmten Konstellationen können Sie das Verfahren aufwerten ("upgraden"), also beispielsweise ein Baugenehmigungsverfahren wählen, obwohl ein Kenntnisgabeverfahren ausreicht.

Achtung: Kein Baubeginn ohne die gegebenenfalls erforderliche Genehmigung!

Bauen ohne erforderliche Genehmigung ist eine Ordnungswidrigkeit und kann Sie Geld kosten. Hinzu kommt das Risiko, dass Sie eine nicht genehmigungsfähige, aber begonnene Baumaßnahme wieder ganz oder teilweise beseitigen müssen.

Der rote und der grüne Punkt

Sobald Sie alle Genehmigungen eingeholt haben, können Sie die Baustelle einrichten, dürfen aber noch nicht loslegen:

  • Bei genehmigungspflichtigen Vorhaben dürfen Sie das erst nach Erhalt des Baufreigabescheins, dem "Roten Punkt".
  • Bei kenntnisgabepflichtigen Vorhaben dürfen Sie das erst nach Ablauf einer Frist ab Einreichung der vollständigen Bauvorlagen (zwei Wochen oder einen Monat). Dafür hat sich ein „Grüner Punkt“ eingebürgert.
  • Bei Teilbaufreigaben, wenn also z.B. bis zur Entscheidung des Bauantrags nur die Erd- und Gründungsarbeiten freigegeben wurden, haben sich jeweils "halbe Punkte" eingebürgert.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen.
Das Wirtschaftsministerium hat ihn am 01.03.2019 freigegeben.