Haslach ehrt seinen Stadtpatron Sankt Sebastian

Nach fast annähernd 180 Jahren in Vergessenheit erfährt nun am kommenden Sonntag eine alte Haslacher Tradition, die im 17. Jahrhundert ihren Ursprung hat,  ihre  Wiederbelebung, die Feier des Sebastiansfestes. Damals erhoben die Haslacher nach der Zeit der Pest den Heiligen Märtyrer Sankt Sebastian zu ihrem Stadtpatron. Sein Fest wurde anfangs immer an seinem Namenstag, am 20. Januar mit Amt in der Pfarrkirche und Prozession zur Friedhofskapelle gefeiert, später dann wurde das Fest auf einen Sonntag verlegt.

Auf Initiative des neuen Haslacher Pfarrers Michael Lienhard soll nun künftig, erstmals am Sonntag (15.01.) dieses Fest wieder in würdiger Weise gefeiert werden, will man sich wieder dieses großen Helfers und Fürsprechers erinnern. So ist die gesamte Bevölkerung zur Mitfeier des wiedererstandenen Sebastianfestes herzlichst eingeladen. Der Festtag beginnt am Sonntag um 10.15 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Katholischen Pfarrkirche St. Arbogast, wo auch die „Sebastianspfeile“, die später an die Bevölkerung verteilt werden, gesegnet werden. Anschließend bewegt sich die Prozession durch die Mühlenbacher Straße zum Sebastiansbrunnen am Marktplatz, wo die ökumenischen Fürbitten in Anwesenheit des evangelischen Pfarrers für die Stadt und das Land vorgetragen und danach die aus Hefeteig bestehenden „Sebastianspfeile“ verteilt werden. Die zu Ehren des Stadtpatrons ebenfalls ausgerückte Historische Bürgerwehr mit Bürgerinnen wird schließlich mit einem Salutschuss die Feierlichkeiten würdig abschließen,
Während der ganzen kommenden Woche (Sebastiansoktav) können am Sebastiansaltar in der Friedhofskapelle Kerzen abgelegt werden, die dann täglich entzündet werden in den Anliegen der Gläubigen.