KIFA-Arbeitskreis blickt nach vorn: Fortführung auch ohne Stiftung gesichert

Beim diesjährigen Arbeitstreffen des Kinder- und Familienbildungs-Arbeitskreises im Haslacher Ratssaal stand ein bedeutender Einschnitt im Mittelpunkt: Der angekündigte Rückzug der Neumayer Stiftung machte dieses Treffen zum vorerst letzten im bisherigen Förderrahmen. Umso erfreulicher war die Nachricht aus den vorangegangenen Gesprächen: Alle beteiligten Akteurinnen und Akteure haben sich bereit erklärt, das Projekt auch künftig gemeinsam weiterzuführen.

Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, wie wertvoll die Arbeit der vergangenen Jahre ist. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung eines starken Netzwerks sowie der Austausch mit anderen KIFA-Standorten. Diese Zusammenarbeit soll auch künftig intensiviert werden.
Beim Rückblick auf das KIFA-Jahr 2025 wurde aus dem Kreis der Projektbeteiligten eine durchweg positive Bilanz gezogen: Die positiven Rückmeldungen von Eltern – insbesondere von Müttern – zeigten, dass bereits konkrete Veränderungen sichtbar seien.
Auch die Mitarbeit im Projekt eröffne wertvolle neue Erfahrungen in der Elternarbeit und werde insgesamt als großer Gewinn wahrgenommen. Besonders hervorgehoben wurden die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Teams sowie die wichtige Rolle der Mentorin. Trotz des Endes der bisherigen Förderung blicken die Beteiligten zuversichtlich in die Zukunft und sehen das Projekt gut aufgestellt, um eigenständig weitergeführt zu werden.
Günther Moser, Geschäftsführer der Erzdiözese und seit zwei Jahren in das Projekt eingebunden, unterstrich die Bedeutung von KIFA: „Mit KIFA erreichen wir Familien, die sonst oft schwer zugänglich sind. Die Zusammenarbeit vor Ort und das gewachsene Netzwerk sind dabei von unschätzbarem Wert. Für die engagierte Unterstützung – insbesondere durch Sonja Michel und die Neumayer-Stiftung – sind wir sehr dankbar.“
Seitens der Stadt Haslach wurde die erfolgreiche Arbeit ebenfalls gewürdigt. Die Kinder- und Familienbildung sei ein wichtiger Baustein für Chancengleichheit und Integration vor Ort. Man sei weiterhin bestrebt, das Projekt aktiv zu unterstützen, da der Bedarf deutlich vorhanden sei und KIFA einen echten Mehrwert für die Stadt darstelle.
Auch die Psychologische Beratungsstelle betonte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und sagte ihre Unterstützung für die kommenden Jahre zu.
Im Rahmen des Treffens wurden zudem mehrere Beteiligte geehrt: Josefine Hirth erhielt ein offizielles Zertifikat sowie einen Blumenstrauß. Ebenso wurden Veronika Herrel und Sonja Michel mit Blumen für ihr Engagement und – im Falle von Sonja Michel – zum Abschied gewürdigt.
 
Zusatz: Hintergrund: Was ist KIFA?
KIFA – weiter bilden ist ein systemisches Bildungsprogramm zur Weiterbildung und Stärkung aller Mütter in Kindertageseinrichtungen.
Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder.
In regelmäßigen Treffen haben Eltern – insbesondere Mütter – die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre über Themen wie Sprachentwicklung, gesunde Ernährung, Medienerziehung oder den Schulalltag auszutauschen. Dafür werden Mütter aus der Elternschaft zu Mentorinnen qualifiziert und gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft als Tandem eingesetzt.
Ziele von KIFA sind:
Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig von HerkunftGute Bildungschancen und ein gelingender SchulstartStärkung der Erziehungskompetenz der ElternFörderung von Austausch und Vernetzung
Ergänzend erhalten Eltern praktische Anregungen zur spielerischen Förderung ihrer Kinder zu Hause, etwa in Form von Bastelideen, Spielen oder Geschichten.
 
BU
Von links: Hauptamtsleiter Adrian Ritter, Günther Moser (Geschäftsführer Erzdiözese), Marita Rapp (Kindergartenleiterin), Josefine Hirth, Sabine Breig (pädagogische Fachkraft), Sonja Michel (Neumayer-Stiftung), Veronika Herrel (KIFA-Mentorin), Elena Husch (Integrationsarbeit Haslach), Sybille Schmider und Michaela Himmelsbach (Psychologische Beratungsstelle).